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Digitale Transformation

Was ist digitale Transformation?

Digitale Transformation ist eine strategische Initiative, bei der digitale Technologien in allen Bereichen eines Unternehmens integriert werden. In der Fertigung bedeutet dies, manuelle Fertigungsabläufe in digitale Formate umzuwandeln. Diese Formate sind allgemein als digitale Zwillinge bekannt und simulieren die Produktentwicklung – von Entwürfen und Fertigungsprozessen bis hin zu virtuellen Darstellungen physischer Fabriken. Digitale Technologien ermöglichen es den Beteiligten, Komplexitäten zu erkennen, zu mindern und zu beheben, indem sie mehrere Fertigungsszenarien automatisch, gleichzeitig und innerhalb weniger Minuten durchspielen.

Dadurch können Hersteller Produkte, Prozesse und Abläufe bewerten und optimieren, um besser und schneller innovativ zu sein, mehr kundenorientierten Mehrwert zu bieten und die Markteinführungszeit zu verkürzen.

Was sind die Vorteile der digitalen Transformation?

Heutige Hersteller benötigen jeden Wettbewerbsvorteil, den sie bekommen können. Die digitale Transformation bietet unzählige Vorteile, darunter

  • Reduzierte Entwicklungszeit/Iterationen: Digitale Lösungen stellen sicher, dass kritische Daten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg geteilt werden. Der Einsatz digitaler Zwillinge reduziert Iterationen und kostspielige technische Änderungsaufträge (ECOs) in späten Phasen, die die Markteinführungszeit weiter verzögern.
  • Leistung und Wettbewerbsvorteile: Erfolgreiche digitale Transformationen steigern die Leistung und verschaffen Wettbewerbsvorteile. Produktivität und kundenorientierter Mehrwert verbessern sich, und neue Wachstums- und Innovationsmöglichkeiten eröffnen sich.
  • Beschleunigung der Markteinführung: Digitale Lösungen fördern eine bessere Kommunikation und Zusammenarbeit über den gesamten Produktentwicklungszyklus hinweg und rationalisieren sowie automatisieren viele Prozesse und Abläufe. Dies führt zu weniger Designiterationen, weniger Engpässen in der Lieferkette und bei der Beschaffung sowie zu weniger Produktionsproblemen. All dies ermöglicht eine schnellere Markteinführung der Produkte.
  • Verbesserte Lieferantenbeziehungen und Lieferantenpreise: Digitale Technologien verbessern die Beziehungen zu Lieferanten. Beispielsweise können Hersteller Material-, Preis- und Produktionskapazitäten von Lieferanten aus 87 Regionen weltweit nutzen, auf die über Regional Data Libraries (RDLs) zugegriffen wird, um die richtigen Lieferanten zu ermitteln und engere Partnerschaften mit ihnen aufzubauen. Digitale Lösungen, die es Kosteningenieuren ermöglichen, eine Sollkostenanalyse durchzuführen, versetzen sie in die Lage, auf der Grundlage genauerer Daten Win-Win-Verhandlungen mit Lieferanten zu führen. Die Anzahl der Angebotsanfragen (RFQs) lässt sich mit einer automatisierten Angebotslösung drastisch reduzieren.
  • Nachhaltigkeitsinitiativen: Erfolgreiche Hersteller nutzen ihre Investitionen in die digitale Transformation (Digital Twin), um effektive Entscheidungen auf der Grundlage von Kosten-, Nachhaltigkeits- und Herstellbarkeitsdaten zu treffen, die unternehmensweit gesammelt werden. So ermöglichen digitale Nachhaltigkeitslösungen den Herstellern beispielsweise, Kosten und CO2-Ausstoß gegeneinander abzuwägen, und zwar bereits in frühen Entwurfsphasen, wenn das Risiko des CO2-Fußabdrucks eines Produkts am höchsten ist. Diese Tools unterstützen zudem eine nachhaltigere Beschaffung von Materialien und eine nachhaltigere Produktion. Schließlich ermöglichen sie eine transparente, überprüfbare Berichterstattung über Nachhaltigkeitsmaßnahmen, was die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und das Vertrauen der Stakeholder verbessert.
  • Größere Agilität: Die Pandemie, Probleme in der Lieferkette, globale Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheit haben deutlich gemacht, dass diejenigen Hersteller, die angesichts solcher Störungen agil reagieren, langfristig besser abschneiden werden. Digitale Lösungen unterstützen einen proaktiveren Betrieb und ermöglichen es ihnen, bei Bedarf schneller umzuschwenken.

Was sind die Schritte zur digitalen Transformation?

Die digitale Transformation ist eine groß angelegte und komplexe Initiative, die sich auf das gesamte Unternehmen auswirkt. Sie erfordert eine durchdachte und detaillierte Strategie, klar definierte Ziele sowie die Verfügbarkeit und Zuweisung der Ressourcen, die für eine erfolgreiche Umsetzung notwendig sind. Obwohl jedes Unternehmen einzigartige Bedürfnisse, Fähigkeiten und Ziele hat, finden Sie nachfolgend einen allgemeinen Fahrplan für die digitale Transformation:

  1. Legen Sie Ihre Strategie für die digitale Transformation wie oben beschrieben fest. Dies wird den Prozess beschleunigen.
  2. Arbeiten Sie mit Unternehmen zusammen, die über eine starke Erfolgsbilanz bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen für die digitale Transformation verfügen. Dazu gehört die Berücksichtigung aller notwendigen digitalen Tools zur Rationalisierung der Abläufe sowie zur Optimierung von Ressourcen und Produktentwicklung.
  3. Nutzen Sie den Digital Twin in digitalen Fabriken. Erstellen Sie zu Beginn einen Digital Thread, um den Prozess zu erleichtern und die Akzeptanz im Unternehmen zu fördern. Setzen Sie auf Digital Twins, Automatisierung, Robotik, additive Fertigung und künstliche Intelligenz als Bausteine.
  4. Automatisieren Sie Engineering- und Beschaffungsprozesse, um während der gesamten Produktentwicklung für mehr Effizienz, Kosten- und Zeitersparnisse sowie Produktoptimierung zu sorgen.
  5. Integrieren Sie Fertigungs- und Kostendaten in kritische Systeme, um fundiertere und umfassendere Entscheidungen zu treffen.
  6. Entscheiden Sie sich für Cloud-Plattformen statt für On-Premise-Lösungen, um mehr Flexibilität, Skalierbarkeit, Zusammenarbeit und Rentabilität zu erzielen.

Weniger Entwürfe in der Endphase, schnellere Markteinführung

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