Was ist Software für das Produktkostenmanagement?
Software für das Produktkostenmanagement unterstützt Fertigungsunternehmen dabei, die Produktionskosten für neue und bestehende Produkte genau zu kalkulieren und zu optimieren. Durch die Steigerung der Kosteneffizienz über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg hilft diese Software Herstellern, ihre Produktentwicklungsprozesse zu rationalisieren und die Markteinführungszeit (Time-to-Market, TTM) zu verkürzen.
Dank des Zugriffs auf Kosteninformationen in Echtzeit können Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen, die die Rentabilität maximieren, was zu einem effizienteren Ansatz beim Produktkostenmanagement führt. Diese Software fördert zudem eine bessere funktionsübergreifende Zusammenarbeit, indem sie einen zentralen Ort für die Verwaltung wertvoller und umsetzbarer Informationen zu Fertigungskosten bereitstellt.
Was sind die Vorteile von Software für das Produktkostenmanagement?
Software zur Produktkostenschätzung kann Herstellern, die ihre traditionellen Kostenkalkulationswerkzeuge wie Excel-Tabellen ersetzen, erhebliche Vorteile bieten. Zu diesen Vorteilen gehören:
- Skalierbarkeit: Software zur Produktkostenanalyse und -verwaltung, wie beispielsweise aPriori, ist darauf ausgelegt, große und komplexe Datensätze effizient zu verarbeiten, und ist hochgradig skalierbar. Das bedeutet, dass die Software auch bei der Expansion von Herstellern und zunehmender Komplexität des Produktdesigns effektiv bleibt, ohne Engpässe oder Verzögerungen bei der Markteinführung (TTM) zu verursachen.
- Automatisierung: Einige Produktkostenmanagement-Softwareprogramme automatisieren den Kalkulationsprozess und reduzieren so die Wahrscheinlichkeit von Fehlern, die mit manuellen Kostenberechnungen verbunden sind. Diese Automatisierung spart Ingenieuren und Analysten wertvolle Zeit und ermöglicht es ihnen, sich auf strategischere Aufgaben zu konzentrieren, anstatt mühsame Dateneingaben und Überprüfungen durchzuführen.
- Präzision und Genauigkeit: Tools für das Produktkostenmanagement liefern präzise Kosteninformationen in Echtzeit auf der Grundlage physikalischer und geometrischer Eigenschaften eines 3D-CAD-Modells. Diese Softwarelösungen verfügen oft über konfigurierbare digitale Fabriken, die reale Daten nutzen, um die gesamten Fertigungskosten nach Region zu schätzen. Dies ermöglicht es Produktteams, die Kosten für alternative Materialien, Arbeitskosten und Fertigungsgemeinkosten zu bewerten, sodass sie fundierte Entscheidungen über die Produktionskosten treffen können.
- Verbesserte Zusammenarbeit: Verwertbare Produktkostendaten lassen sich nahtlos mit leistungsstarken Tools für Zusammenarbeit und Aufgabenmanagement wie aP Workspace nutzen. Das Tool ermöglicht es funktionsübergreifenden Teams, Szenarioaufgaben zu verwalten, Verantwortlichkeiten zuzuweisen, Kollegen zu markieren und vieles mehr. Dies führt zu erhöhter Transparenz und Abstimmung zwischen den wichtigsten Stakeholdern in den Bereichen Kostenengineering, Konstruktion, Beschaffung, Projektmanagement und Sourcing.
- Integration von Unternehmensanwendungen: Die Tools lassen sich in bestehende Anwendungen und Systeme wie CAD, ERP und PLM integrieren, um Kostenvoranschläge zu erstellen. Diese Integration ermöglicht es Teams, schnell datengestützte Entscheidungen zu treffen, indem sie auf Unternehmenskennzahlen und Erkenntnisse zurückgreifen.
Wie wird Produktkostenmanagement-Software über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg eingesetzt?
In der heutigen dynamischen Fertigungslandschaft nutzen interne Abteilungen Produktkostenmanagement-Tools auf vielfältige Weise:
Kosten- und Wertingenieure nutzen die Software, um Fertigungskosten auf der Grundlage detaillierter Teile- und Prozessinformationen zu benchmarken und genau zu schätzen. Durch den Zugriff auf detaillierte Einblicke in die Kostenstruktur können sie Kostentreiber identifizieren und zusätzliche Möglichkeiten zur Kosteneinsparung nutzen. Darüber hinaus können sie Szenarioanalysen durchführen, um die Auswirkungen verschiedener Materialien und Produktionsabläufe auf die Produktkosten zu verfolgen.
Konstrukteure und Produktingenieure nutzen Kostenmanagement-Software, um ihre Konstruktionen bereits in den frühen Phasen der Produktentwicklung kostenoptimiert zu gestalten. Dieser Ansatz ermöglicht es ihnen, Kosteneffizienz zu erzielen und gleichzeitig die Produktqualität und -funktionalität sicherzustellen. Durch den Einsatz der Software können Konstrukteure bessere Ergebnisse erzielen und das Risiko minimieren, die vom Unternehmen vorgegebenen Zielkosten zu überschreiten.
Einkaufs- und Beschaffungsfachleute können die Software nutzen, um mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, wodurch sie Sollkostenschätzungen austauschen, Preisverhandlungen führen und Kostensenkungen erzielen können. Darüber hinaus können sie eine „Make-vs.-Buy“-Analyse durchführen, um die Kosten für die Eigenfertigung einer Komponente im Vergleich zur Beschaffung bei Lieferanten zu ermitteln. Außerdem können Beschaffungsteams Lieferantenrisiken bewerten und Beschaffungsoptionen identifizieren, um Störungen in der Lieferkette zu minimieren.
Fertigungsingenieure können die Produktionseffizienz maximieren und gleichzeitig die Kosten minimieren, indem sie Prozesskosten, Durchlaufzeiten, Materialauslastungsraten und mehr bewerten. Sie können Produktkostenmanagement-Software auch nutzen, um die Herstellbarkeit eines Produkts zu bestimmen und dem Designteam detailliertes Feedback für notwendige Iterationen zu geben.
Projekt- und Produktmanager können sich auf eine Produktkostenmanagement-Lösung verlassen, um die mit einem bestimmten Projekt verbundenen Ausgaben zu überwachen und nachzuverfolgen. Dies ermöglicht es ihnen, kostenbezogene Risiken wie Kostenüberschreitungen zu mindern und Projekte mit dem größten Einsparpotenzial zu priorisieren.
Welche weiteren Funktionen bietet Produktkostenmanagement-Software?
Produktkostenmanagement-Tools werden immer ausgefeilter und automatisierter. Heutzutage integrieren einige automatisierte Softwareprogramme Richtlinien zur Fertigungsgerechtheit (DFM), berücksichtigen die Kosten und Nachhaltigkeit der Materialauswahl und führen Szenarioanalysen durch. Diese Funktionen ermöglichen es Herstellern in Verbindung mit einer verbesserten Zusammenarbeit mit Lieferanten, gleichzeitig die kostengünstigsten und nachhaltigsten Optionen zu identifizieren.
Welche verschiedenen Ansätze gibt es bei Produktkostenmanagement-Software?
Es gibt drei primäre Ansätze für Produktkostenmanagement-Software: manuelle und prozessmodellgesteuerte Analyse, statistische oder indexbasierte Ausgabenanalyse sowie automatisierte 3D-CAD-Bewertung. Diese Ansätze werden im Folgenden erläutert:
Manuelle Prozessmodellanalyse: Diese Tools bieten sowohl manuelle Flexibilität als auch die Effizienz eines prozessmodellgesteuerten Ansatzes für maßgeschneiderte Buchhaltung und Kostenmanagement. Sie ermöglichen eine individuelle Handhabung von Kostenmodellen und gewährleisten eine schnelle und präzise Ausgabenanalyse. Darüber hinaus richten sich die Tools in erster Linie an Kostenrechner, Finanzcontroller, spezialisierte Kosteningenieure und Branchenexperten mit Fachkenntnissen in der Produktherstellung.
Statistische Kostenoptimierung: Dieser Ansatz stützt sich auf umfangreiche historische Daten, um Kostenausreißer bei den Ausgaben zu identifizieren. Dieser statistische Analyseansatz wird auch als indexbasierter Ansatz bezeichnet.
Automatisierte 3D-CAD-gesteuerte Bewertung: Produktdesigner und Kosteningenieure nutzen automatisierte Produktkostenmanagement-Software, um präzise Kostenberechnungen in Echtzeit zu erstellen. Die Kostenschätzungen basieren auf der Geometrie des 3D-CAD-Modells und ermöglichen eine genaue Analyse von Bauteilen oder Baugruppen. Diese automatisierten Lösungen ermöglichen es zukunftsorientierten Kalkulationsteams, mehrere Produkte schnell und stapelweise auf ihre Kosteneffizienz zu analysieren.
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